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Winterliche Mondlandschaft

Im Winter ist es kalt, manchmal. Hiesige Winter werden immer unberechenbarer. Und zeitweise ist es gar ziemlich kalt. Dann frieren Mensch und Tier und die Seen zu. Weißes purzelt tanzend vom Himmel. Kinder und Wintersportler erfreut so etwas überaus. Der Winterdienst hat keine Langeweile mehr und Autofahrer bangen ums Blech. Die Mode ändert sich schlagartig. Pudelmütze, Handschuhe und Schal werden zum überaus beliebten Accessoire. Hersteller warmer Unterhosen verzeichnen traumhafte Aktienkurse.

Es ist überstanden. Irgendwann weicht die Kälte. Eis und Schnee ändern den Aggregatzustand. Dreckiger Matsch dominiert zeitweise die Welt. Pampe, Matsch und Wasser, überall Pampe, Matsch und Wasser, das in Bächen, Flüsschen und Flüssen den Weg zum großen, weiten Meer sucht. Die Hochwasser erfreuen höchstens Fotografen. Um die Wässer zu zügeln, gibt es Stauseen.

Ein kleiner Stausee befindet sich bei Hopfgarten im Weimarer Land. Normalerweise wird er von einem mickrigen Bächlein gespeist. Zur Schneeschmelze wird dieses Bächleinchen zum gewaltigen Bach. Aber es wird vorgesorgt. Damit der Stausee nicht überläuft, lässt man rechtzeitig Wasser ablaufen. Dann senkt sich die Eisdecke unter Knirschen und Brechen ab. Betreten der Eisfläche wäre Ausdruck ausgesprochen ausgeprägter Dusseligkeit oder himmlischer Ambitionen.

Bei Niedrigwasser kommen die alten Baumstümpfe, die beim Roden des Tales für den Stausee Mitte der Siebziger übrig geblieben sind, zum Vorschein. Das Wasser konserviert die Baumstümpfe schon seid etwa 40 Jahren. Es ist ein skurriles Bild das sich dem Betrachter bietet.