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Eisberg

Der Vatnajökull ist Islands größter Gletscher. Und er ist der Gletscher mit dem größten Eisvolumen in Europa. Seine Stärke beträgt bis zu 1000 m. Die Gletscherzungen kalben in mehrere Lagunen. Die bekannteste, Jökulsarlon, wird jedes Jahr von tausenden Touristen besucht. Mit Amphibienfahrzeugen kann man zwischen den vielen Eisbergen herumfahren. Die Gletscherlagune hat nur eine schmale Verbindung zum Atlantik. Es dauert mehrere Jahre, bis solch ein Eisberg soweit geschmolzen ist, dass sein Rest durch diesen Kanal bei Ebbe den Atlantik gesaugt wird.

Das Eis ist bis zu 2000 Jahre alt. Es hat einen langen Weg vom Gletscherinneren bis zum Meer hinter sich. Bei Sonnenschein strahlt es in einem wunderschönen Blau. Die schwarzen Streifen im Eisberg sind Aschespuren früherer isländischer Vulkanausbrüche. Manche Eisberge erinnern eher an ein afrikanisches Zebra als an einen Eisberg.

Durch die Erderwärmung wird die Lagune ständig größer. Der Gletscher zieht sich jedes Jahr um mehrere hundert Meter zurück. Ursprünglich reichte der Vatnajökull fast bis an den Atlantik. Die fast 300 m tiefe Lagune haben sich die Gletscherzungen durch ihre fortwährende Bewegung in Jahrtausenden, Jahrmillionen selbst geschaffen. Die eisige Spitze des spätestens seit 2010 weltweit bekannten Eyjafjallajökull ist in der Ferne zu sehen.