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Dachbegrünung

Dachziegel, Dachpappe, Beton oder Schiefer – ach sind das langweilige Dächer. Schilf ist da schon etwas gemütlicher. Aber nur, wenn der Blitzableiter ordentlich montiert ist.

Viel schöner sind naturbelassene Dächer, wie sie die frühen Bewohner Islands gefertigt haben. Die Wände aus meterdicken Torfstücken, das Dachgerüst aus dem wenigen verfügbaren Holz gefertigt und oben einfach eine Wiese angepflanzt. So einfach und wirkungsvoll war das dazumal. So ein Haus übersteht bei guter Pflege Jahrhunderte schadlos. Trocken und warm war es in den Häusern. Es war sicher nicht so komfortabel, wie wir es kennen. Aber man kann sich vorstellen, wie es sich die alten Isländer in den langen, dunklen und kalten Wintermonaten hier behaglich gemacht haben. Nachwuchssorgen kannten sie jedenfalls nicht. Es sei denn, so ein wilder Vulkan hat mal wieder verrückt gespielt und mühsam Errichtetes oder die Nahrungsgrundlage zerstört.

Dieses Dach gehört zu einem Museum im Süden von Island. Es ist ein Nachbau, interessant und beeindruckend.

Eine Frage bleibt. Wie wurde auf dem Dach das Gras gemäht? Hatte man spezielle Schafe, so eine Kreuzung zwischen Dickhornschaf und Hanghuhn aus der später, nach der Erfindung des elektrischen Rasenmähers, das gemeine Isländische Landschaf hervorging?