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Märzenbecher im Winterwald

Märzenbecher im Winterwald

Schnee bis Ostern – was kommt danach? Schnee bis Pfingsten, Schnee bis Weihnachten? Dem Jahr 2013 traue ich das glatt zu. Aber da machen wir einfach nicht länger mit! Ab jetzt ist Schluss mit dem Jammern. Wir sind abgehärtet vom Winter, hart wie Vanillepudding. Wir nehmen es, wie es ist! So, dieses Machtwort musste jetzt mal sein.

Es ist so, wie es ist und so, wie es ist, ist es – Punkt! Petrus mach das Wetter wie du willst! Von mir aus schick Schnee bis zum 4. April. Aber dann mach Sommer. Na gut, erst einmal ein paar Minuten Frühling. Gestern, das war schon einmal ein Anfang. Bis auf den Schnee am Morgen, den hättest du dir sparen können. Und ein bisschen wärmer wäre nicht schlecht gewesen. Wir sind bescheiden und haben uns trotzdem gefreut. Nur, was war das hellblaue da oben über den Baumwipfeln? … Ich glaube, mich erinnern zu können, dass dies ein himmelblauer Himmel war. Lange, lange ist es her.

Gestern war ich auf meinem alljährlichen Frühlings-Kontrollgang durch den Erfurter Steigerwald. Eigentlich bin ich damit in diesem Jahr mindestens drei Wochen zu spät dran gewesen. Aber – siehe oben – es ist ja ein Frühlings-Kontrollgang. Im Erfurter Steigerwald blühen im Frühjahr immer Millionen, ach was sage ich Milliarden Märzenbecher. Wahrscheinlich sind es gar Oktilsuperhypertrilliarden Blüten oder so. Der Wald ist dann weiß. Das war er gestern auch. Aber er war weiß vom Schnee. Bei genauem Hinschauen hat man allerdings etliche tapfere, zarte und mutige Märzenbecherspitzen entdecken können. Einige, besonders mutige haben sogar ihre Märzenbecherblüte in die kalte Winterwaldluft gestreckt.