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Anemone

Anemone

Das Wort Frühling kommt von früh. Es ist etwas Kleines, Vorwitziges, Zartes, Frühes, eben ein Ling, ein Frühling.

So etwas Kleines, Vorwitziges, Zartes, Frühes ist mir am letzten Sonntag vor die Linse gehüpft. Genau genommen ist es überhaupt nicht gehüpft. Es stand da einfach so herum, mitten im Wald, nicht versteckt, aber doch gut getarnt unter großen Bäumen und ich kam geradewegs dran vorbei. Es waren zwei blühende Anemonen. Es waren die ersten Anemonen dieses Jahres. Deshalb konnte ich sie auch einzeln und persönlich begrüßen. Ihre zahlreichen Geschwister haben erst einmal abgewartet und die Blütenknospen geschlossen gehalten. Sie wollten checken, wie es den beiden Ungeduldigen in der ungewohnten Frühlingsluft so ergeht. Ich kann bestätigen, dass es ihnen sehr gut geht. Bestimmt werden in wenigen Tagen Massen von blühenden Anemonen den Waldboden bedecken. Sie müssen sich beeilen. Die anderen Pflanzen holen schon Anlauf um ihre Sprossen in die Frühlingsluft zu treiben und ihren Blätterwald unter den Sonnenstrahlen zu entfalten.