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Holbeinsteg

Holbeinsteg

Das Urfrankfurt lag damals am nördlichen Ufer des Mains. Im letzten Krieg versank es in Schutt und Asche. Einige Bausünden der Nachkriegsjahre werden derzeit gerade korrigiert. Man kann gespannt sein, ob das gelingt. Im Süden lag Sachsenhausen, etwa dort, wo die Dreikönigskirche steht. Der Main war nicht reguliert und trat oft über die Ufer. Heute passiert dies längst nicht mehr so oft. Aber ganz ohne Hochwasser geht es in manchem Frühjahr auch nicht ab. Zwischen Frankfurt und Sachsenhausen gab es nur Schiffsverkehr. Im historischen Museum in Frankfurt befindet sich ein sehr interessantes Gemälde, das diese Situation gut beschreibt.

Irgendwann wurde der Eiserne Steg gebaut. Und nach und nach entstand eine Brücke nach der anderen. Frankfurt dehnte sich in alle Richtungen, noch Norden, Osten, Westen, Süden, nach oben und unten unaufhaltsam aus. Gerade wird wieder eine neue Brücke zwischen den beiden Seiten des Mains geschlagen.

Insgesamt 15 Mainbrücken möchte ich nach und nach vorstellen. In Fließrichtung des Mains sind dies

  • Die Brücke der Autobahn A661
  • Die Schleusenbrücke
  • Die Neue Brücke
  • Die Deutschherrnbrücke – Eisenbahnbrücke
  • Die Flößerbrücke (Straßenbrücke S -> N)
  • Die Ignaz-Bubis-Brücke (Straßenbrücke N-> S)
  • Die Alte Brücke
  • Der Eiserner Steg
  • Die Untermainbrücke
  • Der Holbeinsteg
  • Die Friedensbrücke
  • Sie Main-Neckar-Brücke – Eisenbahnbrücke
  • Die Niederräder Brücke – Eisenbahnbrücke
  • die Europa-Brücke
  • Die Schwanheimer Brücke

Heute startet Teil 1 mit dem

Holbeinsteg

Der Holbeinsteg ist eine Hängebrücke, die nur von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Aufgrund ihrer Konstruktion kommt sie schnell ins Wanken. Da reicht schon ein sportlicher Jogger aus und man spürt das Schwingen deutlich. Das ist aber nicht schlimm. Die Brücke macht einen soliden Eindruck. Als Fotograf muss man auf Brücken sowieso, auf dem Holbeinsteg ganz besonders aufpassen, dass die Bilder nicht verwackeln.

Holbeinsteg

Holbeinsteg

An der Südseite, der Sachsenhäuser Seite des Holbeinstegs befindet sich das Malerviertel. Dort wo die Holbeinstraße auf das Museumsufer trifft, direkt am Städel, dem größten der vielen Museen am südlichen Ufer, steht der Holbeinsteg. Je nachdem, von welcher Seite man auf diese Brücke schaut, gibt es sehr unterschiedliche aber immer interessante Motive. Die Nordseite mit den Hochhäusern steht im Kontrast zur eher klassischen Südseite mit den Bauwerken aus dem letzten Jahrhundert. Und das Liebighaus, einem Rapunzelschloss gleichend, war ja bereits Gegenstand wissenschaftlicher Erörterungen.