Schlagwörter

, , , , , ,

Mistwetter

Mistwetter

Zum Glück gibt es für alle Lebenslagen eine Bauernregel. Das macht das Leben einfach, übersichtlich und planbar. Die Überschrift gibt uns erst einmal Trost, wenn wir mal wieder mit nassen Füßen Heim kommen. Haben wir gar den Regenschirm vergessen, was ja eines der beliebtesten Spiele ist, dann können wir uns mit dem Maikäfern trösten

„Ist’s im Mai recht kalt und nass, haben die Maikäfer wenig Spaß.“

Das leuchtet ein. Trotzdem ist ein heißer Tee nach dem Trocknen der Haare und dem Wechseln der Klamotten, anzuraten. Wir sind ja keine Maikäfer. Es gibt nun auch noch eine gute Nachricht zum Tee. Die Aussichten sind rosig. Nein, ein Lottogewinn, wird es allerhöchstwahrscheinlich nicht werden. Solch eine Bauernregel ist nicht auffindbar. Da versagt google jämmerlich. Das liegt daran, dass die Bauern wahrscheinlich zu knausrig sind. So ein bisschen monetäre Bewegungsfreiheit könnte aber drin sein.

„Mairegen auf die Saaten, dann regnet es Dukaten.“

Na bitte, es geht doch! Da rennen wir gerne mal durch den Regen. Dukatenregen kann ruhig lang und anhaltend sein. Da kann es ruhig noch ein kleiner Schauer mehr sein. Wir haben ja Wünsche und Pläne. Immerhin wollen wir im Sommer einen besonders schönen Urlaub verleben. Und das kostet, da brauch man die nötigen Scheinchen. Im Urlaub soll es dann natürlich nicht regnen. Das wäre eine Katastrophe. Zum Glück gibt es auch hierfür eine Bauernregel

„Auf nassen Mai folgt trockener Juni.“

Das lesen wir gerne. Also ist alles paletti! Wir haben genügend Kleingeld in der Börse und die Sonne brennt uns aufs Haupt. Und wenn es dann doch anders kommt? Auch dafür gibt es eine Bauernregel.

„Man muss den Mai nehmen, so wie er kommt.“

Sicherheitshalber haben die Bauern, die sind bekanntermaßen besonders pfiffig,  noch einen Zweiten Joker im Ärmel

„Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.“

Im Kurpark

Im Kurpark

Diese Regeln werden allerdings diejenigen, die jetzt das Wasser im Dachgeschoss schöpfen müssen, wenig trösten.

Wie fast überall in Deutschland hat es im Ilm- und Saaletal, an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt an den letzten Tagen des Mai mehr als genug geregnet. Der Kurpark in Bad Sulza ist überflutet. Was der Gemeinde Sorgen bereitet, ist für den Fotografen Quelle interessanter Motive.