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Radweg

Radweg

Es ist unglaublich, wofür unsere Steuergelder so ausgegeben werden. Wir schindern Tag für Tag von morgens bis abends, der Schweiß läuft in Strömen und dann wundern wir uns, dass von unseren wohl und hart verdienten Moneten so viel abgezogen wird. Die Krankenkasse möchte ihren Teil. Okay, neulich war ich erkältet und musste mal zum Arzt. Der soll nicht leben wie ein Hund, der Ärmste! Die verschriebene Arznei musste ich selbst bezahlen. Dann möchte die Pflegeversicherung noch etwas. Na gut, man weiß ja nie, was mal wird. Mit der Arbeitslosenversicherung ist es ähnlich. Solidarisch jammere ich nicht herum, wenn der Soli weggeht. Ist jetzt überhaupt noch etwas übrig? Oder muss ich etwas drauflegen? Ein paar Cent bleiben noch. Der Fiskus schaut schon so gierig und hält gleich beide Hände auf.

Was passiert eigentlich mit den vielen Steuergeldern? Okay, Angie muss auch leben. Viel bekommt die für ihren Job sicher nicht, sonst hätte Steini neulich nicht gejammert. Schließlich möchte der unsere Angie ja mal beerben, job- und gehaltsmäßig zumindest. Da kann man gespannt sein. Ich meine nicht, ob er das schafft. Die Frage ist, was für nette Fettnäpfchen zum Hineinpatschen er sich bis September noch so aussucht. Oder wird er die ganz elegant umschiffen? Steini und elegant passt eher nicht zusammen. Aber warten wir den Ausgang der Wahl einfach ab.

Fest steht, dass ein Großteil der Steuergelder direkt nach Brüssel fließt. Die Stadt Brüssel hat aber überhaupt nichts davon. Die EU bekommt diesen Batzen Geld aufs Konto. Und dann wird beraten. Hunderte, tausende EU-Beamte überlegen, was sie mit diesem Gels anstellen können. Derweil wird ein Teil davon gleich auf deren Gehaltskonten durchgereicht. Und wenn dann irgendwann doch mal ein Beschluss zustande gekommen ist, dann dauert es noch ein Weilchen und das Geld wird ausgegeben.

Die Waldmeister der Insel Rügen haben lange überlegt, was man in ihrem Wald noch schöner machen kann. Bäume anstreichen ist abgelehnt worden. Unterkellern fanden sie auch nicht so schön. Was soll man dort auch unterbringen. Eine Tankstelle für die vielen Fahrradfahrer errichten, kam dann in die nähere Wahl. Bis ein kluges Männlein festgestellt hat, dass die Fahrräder gänzlich ohne Sprit fahren. Rote Luftpumpen an die Bäume hängen, fanden sie sie unter ihrer Würde. Guter Rat war teuer. Denn irgendetwas wollten die Waldmeister doch tun. Schöne Bäume gibt es en gros. Die Wander- und Fahrradwege sind gut ausgebaut. Frühjahrsblüher wachsen mehr als genug. Vielleicht sollte man einen Teil von ihnen in den Herbst verpflanzen. Das würde sich bestimmt gut machen und noch mehr Urlauber anlocken. Nein, das funktioniert nicht. Außerdem ist der Herbst per Definition bereits bunt angemalt.

Als sie dann hörten, dass die EU Geld übrig hat, haben sie spontan beschlossen, den Wald zu asphaltieren. Aber da hat die EU dann nicht mitgemacht. Das Projekt war einfach zu groß für die kleine Insel mit dem vielen Wald. Tagelang, wochen- und monatelang wurde mit der EU knallhart verhandelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Man hat gemeinsam beschlossen, die Wander- und Radwege im Wald zu pflastern. Und ein großes Schild mit einer Lobeshymne auf die EU-Förderung wurde auch aufgestellt.

Es gibt halb Verrückte, ganz Verrückte, Radfahrer, die bergauf bremsen und…