Schlagwörter

,

Selbst-Like

Selbst-Like

Manchmal bin ich ein wenig spontan. Vor allem, wenn es schnell gehen soll oder wenn ich von den Mühen des Tages ein wenig erschöpft und unkonzentriert bin. Da kann es passieren, dass ich mich an meinem Computer mal verklicke. Das wird dann korrigiert und fertig. Normalerweise bleibt das in der Öffentlichkeit völlig unbemerkt. Aber neulich …

Ich sitze abends so ganz gemütlich, bei einem Glas Tee vor meinem Notebook und schreibe an einem Artikel für einen der nächsten Tage. Nebenbei läuft eine Reportage im Fernsehen. „Pling-plong!“ tönt es aus meinem Handy. Ein kurzer Blick und ich weiß Bescheid. Wieder hat jemand auf Gefällt mir geklickt. Prima! Mein Artikel gefällt. „Pling-plong!“ ertönt es wieder. Diesmal ist ein Kommentar abgeschickt worden. Ich bin gespannt.

Schnell öffne ich Firefox um fix wie ein Feuerfuchs mal in mein Blog zu schauen. Und nun ist es passiert. Statt am Ende des Artikels auf weiter… zu klicken, landet mein Mausklick auf Gefällt mir! Lange hat mein Schreck nicht gedauert. Ich haue mir mit der flachen Hand vor die Stirn, damit ich konzentrierter werde, rufe ein Upps…! und ein Du Dussel! in die Welt hinaus und klicke noch einmal. Zwischen beiden Klicks lagen garantiert keine fünf Sekunden. Der Fall ist erledigt, der Fehltritt meiner Maus ist korrigiert.

„Pling-plong!“ tönt mein Handy. Dir gefällt Dein Artikel auf twilights steht da. Und in meinem Postfach finde ich eine E-Mail mit einer klaren Ansage. Ich bin also ein eingebildeter Fatzke, ein eingebildeter Pinsel, ein … Okay, ich hab’s begriffen. Man kann so etwas ja auch ein wenig netter ausdrücken, liebes WordPress. Hast Du nicht bemerkt, dass ich meinen Fehler ganz schnell korrigiert habe? Bestimmt hast du mir einen Minuspunkt eingetragen. Das ist so wie bei der Schufa. Ich bin nun als  Blogger nicht mehr kreditwürdig. Mein Blog wurde auf Ramschniveau herabgestuft. Na und! antworte ich trotzig.