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Mohn

Mohn

Mohn ist die Nationalblume von Polen. Wer hätte das gedacht. Es ist doch toll, wenn sich ein Land solch eine schöne Blume als Symbol ausgewählt hat. Unser Seeadler ist auch nicht schlecht.

Es gibt mehrere Mohnsorten. Beim wild wachsenden Mohn sind das in erster Linie der Klatschmohn und der Schlafmohn. Letzterer soll ja zur Rauschmittelherstellung geeignet sein. Die in unserer mitteleuropäischen Freiheit wachsenden Pflanzen machen jedoch einen ganz unschuldigen Eindruck.

Der Mohn kommt ursprünglich und wahrscheinlich aus Westasien. Er wird in Europa seit der Jungsteinzeit, die durch das sesshaft werden der Jäger und Sammler geprägt war, angepflanzt. Das war vor etwa 4.000 – 12.000 Jahren. Mohn ist somit eine der ersten Kulturpflanzen in Europa.

Der Klatschmohn blüht von Mai bis Juni. Seine zarten Blüten sind scharlachrot. Sie stehen einzeln auf dünnen, behaarten Stängeln. Sie blühen nur sehr kurz. Oft sind sie schon nach einem Tag verblüht. Die Pflanzen bringen aber neue Blüten hervor, sodass ein Mohnfeld lange in seinem typischen Rot erstrahlt. Klatschmohn wächst auf Äckern und an Wegrändern. Durch die chemische Unkrautbekämpfung und bessere Reinigung des Saatguts findet man die typischen Mohnfelder immer seltener.

Schlafmohn hat eine violette bis weiße Blüte. Sie ähnelt in ihrer Form der des Klatschmohns. Auf ihrem Grund hat sie einen dunklen Fleck. Sie blüht von Juni bis August. Durch ihre Färbung ist sie gut vom Klatschmohn zu unterscheiden. Allerdings kommt sie wesentlich seltener vor. An den Stängeln des Schlafmohns sind viele borstige Haare zu finden. Schlafmohn ist giftig. Schlafmohn und Klatschmohn sind miteinander verwandt.

Die Prinzessin Mohn malt mit ihren kräftigen Farben die Landschaft. Sie hat viele Freunde, vor allem krabbelnde und fliegende Naschkatzen. Mit ihrer berauschenden optischen Wirkung zieht sie Fotografen magisch an. Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass Fotografen besonders gerne Mohnkuchen essen.