Schlagwörter

, , , , , ,

Die Sonne scheint auf den Po - So sieht Urlaubswetter aus

Die Sonne scheint auf den Po – So sieht Urlaubswetter aus

Ich lebe noch. Das war am Ende nicht zu erwarten. Niemand hätte auch nur einen Cent darauf gewettet. Es war knapp, sehr knapp. Aber ich habe es geschafft.

Die Fakten: Ich hatte drei Wochen lang Urlaub. Das muss mal sein. Für zwei Wochen bin ich nach Italien geflogen. „Da ist es schön. Vor allem das Septemberwetter ist von der angenehmen Sorte!“, dachte ich mir und habe Recht behalten. Aber das hatte mit den Gefahren, denen ich mich ausgesetzt habe, die mir gnadenlos zugesetzt haben, nur indirekt etwas zu tun. Italien ist ein schönes Land. Ich sage nur Venedig und Toskana. Muss ich mehr sagen? Nein, das muss ich nicht.

Der Hinflug von Frankfurt über München nach Venedig war ein wenig abenteuerlich. Zuerst hatte der Flieger nach München so viel Verspätung, dass nur noch ein Spurt den Anschlussflug sicherte. Dann hat mich das Internet verlassen. Nein, eigentlich stimmt das nicht. Ich habe es verlassen. Vor dem Start des Fliegers habe ich pflichtgemäß mein Handy ausgeschaltet. Ich wollte ja nicht, dass das Flugzeug wegen meines Handys einen Berg touchiert. Nach Italien geht es über die Alpen. Die sind recht hoch gebaut. Ich habe damit einen Selbstversuch begonnen. Zwei Wochen wollte ich ohne Telefon und Internet verbringen. Zwei Wochen ohne WordPress, EMail, google und Wikipedia, ohne … ohne alles. Aber mit Sommer, Sonne, Urlaub, Italien und … Es wurde ein Urlaub im Funkloch. Loch auf, reingesprungen und Klappe zu!

Venedig - Blick aus dem Kabinenfenster

Venedig – Blick aus dem Kabinenfenster

Zuerst ging es ganz gut. Die Sonne, das Schiff, die Lagune von Venedig und viele andere angenehme, vor allem auch leckere Dinge haben mich abgelenkt und meine Aufmerksamkeit und Bewunderung gefordert. Aber nach zwei Tagen hat es angefangen. Es ist ein komisches Gefühl, nicht zu wissen, wie viele Likes, welche Kommentare abgegeben wurden, ob es mit meinen vorbereiteten Artikeln auch geklappt hat. Oder hat mir etwa Jemand eine ganz, ganz unwichtige EMail geschickt? Ohne Internet ist das Leben irgendwie leer. Man irrt ziellos durch die Welt.

Es wurde schlimmer, immer schlimmer. Nach fünf Tagen fühlte ich mich wie … Ich fühlte gar nichts mehr, nur Urlaub, aber Urlaub ohne Internet. Ich konnte mir bis zu diesem Moment nicht vorstellen, wie sich so etwas anfühlt. Jetzt weiß ich es. Mein letzter Urlaub ohne Internet ist lange her, so etwa zehn Jahre. Oder sind es inzwischen schon fünfzehn Jahre? Es ist also eine Ewigkeit, wenn man an die Dauer der Existenz des Internets denkt. Damals war ich noch jung. Die Schalen hinter den Ohren waren gerade erst abgebröckelt. Jetzt bin ich ein alter Internethase – wenn ich Internet habe. Ich habe mich bewusst, sehenden Auges, alle meine eigenen Warnungen in den Wind schlagend in dieses Abenteuer gestürzt. Nun musste ich sehen, wie ich dieses meistere!

Auf der Insel Murano

Auf der Insel Murano

Früher nannte man es Eiserne Jungfrau, dann lebendig begraben. Im letzten Jahrhundert wurde das Wachkoma erfunden. Die Steigerung ist der Internetentzug. Schlimmer geht es nicht! Ich habe nur noch Urlaub wahrgenommen. Sommer, Sonne, Venedig, Verona, Murano, vorbei gleitende Landschaften, Wein und gutes Essen, aber kein Internet. Die Lebensgeister zuckten verdächtig. Irgendetwas ganz Wichtiges schien zu fehlen. Meine Finger suchten auf jeder Fläche nach den Tasten. Aber es gab keine Tasten. Dann in der Toskana, neben diesem schiefen Turm, in Lucca oder in Florenz, da hat mich nur die nette italienische Stadtführerin gerettet. Wie heißt Stadtführerin auf Deutsch? Das muss ich nicht übersetzen. Das hat man einfach in den Finger auf der Tastatur. Wie von Geisterhand steht da plötzlich wikipedia oder google. Es gibt also mindestens zwei deutsche Übersetzungen für dieses Wort. Bei mir heißt sie oft auch https://ixquick.com. Ich bin eben ein etwas ängstlicher Typ. Spätestens seit Bekanntwerden des NSA-Abhörskandals verwende ich statt google immer öfter Lady ixquick.

Urlaub ohne Internet ist meine ganz persönliche Rache für die Schnüffelei in meinen Mails, Telefonaten, … Jetzt ärgert sich der NSA, dass er nicht wusste, dass ich in Italien bin. Ätsch, das habt ihr nun davon! Alles Quatsch mit Soße! Die wussten ganz genau, wo ich mich aufhalte, was ich gerade so anstelle. Mein Reisebüro, die Lufthansa, das Schiff und was weiß ich noch alles ist ausgeforscht worden. Die wussten Tage im Voraus, wann ich früh am Morgen aufstehen werde. Zu Recht haben sie angenommen, dass ich in aller Ruhe und Gemütlichkeit frühstücken und dann rechtzeitig zur nächsten Besichtigung aufbrechen werde. Wenn ich auf dem Sonnendeck lag, konnten sie meinen Bauchnabel dank GPS-geführter Schiffssteuerung millimetergenau lokalisieren.

Urlaub ohne Internet hat auch etwas Gutes. Man wird von den Nachrichtensendungen nicht erreicht. Auch den Fernseher in der Schiffskabine habe ich bewusst ignoriert, pflastermüde übersehen oder dem herrlichen abendlichen Venedigpanorama geopfert. Man hört nichts von den ganzen Katastrophen dieser Welt. Selbst die Wahl der neuen Gurkentruppe, die jetzt ins Reichstagsgebäude einziehen wird, ist fast an mir vorbei gegangen, fast. Unser Hotel in Montecatrina Therme hatte gemeinerweise auf der Terrasse einen Fernseher hängen. Dieser war, natürlich rein zufällig, auf ein deutsches, öffentlich-rechtliches Programm eingestellt. So durfte ich mir dieses Drama, das sich aus unseren abgegebenen Stimmen entwickelt hat, genießen. Schon bei der ersten Prognose am frühen Abend um kurz nach sechs, wusste ich, dass die Politiker mit der Meinung ihres Volkes nicht nur ein Problem haben werden. Ich meine hiermit nicht in erster Linie die rausgewürfelten Mädels und Jungs, sondern auch diejenigen, welche nun zusehen müssen, wie sie miteinander klarkommen werden. Ich bin gespannt, ob wir mal wieder regiert werden!

Venedig - Sonnenuntergang

Venedig – Sonnenuntergang

Die Entzugserscheinungen nahmen von Tag zu Tag zu. „Wird meine Mailbox die Zeit unbeschadet überstehen? Oder wird sie platzen, wie ein Urknall? Wird sie mich wiedererkennen?“ Ich machte mir große Sorgen. Mein Kopf war wie gelähmt. Knapp dreißig Grad im Schatten und kein Internet, das ist eine höchst gefährliche Mixtur. Das brennt alles aus. Zum Glück habe ich das Reiseprogramm schwarz auf weiß mitgebracht. Der Veranstalter hat für alle, besonders die schlimmen Fälle wie mich, vorgesorgt. Wenn man jeden Tag etwas neues Altes besichtigt, verliert man unter diesen Bedingungen schnell den Überblick. Leider hat meine Kamera kein GPS und kann mir nicht sagen, wo ich gewesen bin. Also muss ich den Reiseplan mit meinen Bildern synchronisieren. Das wird ein richtig schwerer Job werden!

Am letzten Tag war es ganz schlimm. Ein dunkles, quaderförmiges Fahrzeug mit Gardinen an den Fenstern brachte mich fort. Wohin ging die Fahrt? Sie endete am Flughafen von Florenz. Ein Flugzeug sollte mich heimbringen. Würde ich die letzten vielleicht eineinhalbtausend Kilometer schaffen? Endlich, in allerletzter Minute gab es eine Marscherleichterung! „Danke Lufthansa! Deine Kostensparmaßnahmen haben mich wahrscheinlich gerettet.“ Lufthansa ist auf dem Weg zur DIY-Fluggesellschaft. Vieles muss der Passagier jetzt selbst tun. Vielleicht muss er in ein paar Jahren sogar den Flieger selbst steuern? Erst gibt es einen Kompass in die Hand und dann per Lautsprecherdurchsage den Link zum Download der Bedienungsanleitung für den Flieger. Ganz so weit ist es zum Glück noch nicht. Aber ich stand vor einem Bildschirm mit eingeblendeter Tastatur zum touchen. Ich musste mir die Bordingcard selbst downloaden. Ich durfte mir dabei sogar den Sitzplatz aussuchen, natürlich nur in der gebuchten Holzklasse. Dieses Gefühl, vor einen Computer zu stehen, auch wenn er außer der obligatorischen Standleitung nach Washington nicht mit dem Internet verbunden war, hat mir Kraft gegeben. Sogar so viel Kraft, dass der Flieger, man könnte ganz großzügig sagen, fast pünktlich gestartet ist.

Ich finde es immer sehr spannend, mit dem Flugzeug zu fliegen. Das ist Technik pur. Das ist Fortschritt, das ist modern, ein richtiges Erlebnis. Dagegen ist das bisschen Kerosin, was dabei pro Nase verbrannt wird, unbedeutend. Es ist ja unsichtbar. Unsichtbare Umweltverschmutzungen sind besonders gemein. Sie sind nicht nur für die Augen, sondern auch für das Gewissen unsichtbar, vor allem, wenn man selbst im Flieger sitzt.

Zwei Stunden vor dem geplanten Abflug schickt man seinen Koffer auf die Reise. Traurig sieht man, wie er in den Katakomben des Flughafens verschwindet. „Werden wir uns jemals wiedersehen? Wird er aus den Katakomben am Zielflughafen wieder unversehrt auftauchen?“. Spannend ist ja auch die Frage, wie er dorthin kommt. Das ist ganz einfach. Unter der Erde, ganz tief da unten, da wo beispielsweise in Island die Trolle und Elfen hausen, da gibt es ganz lange Röhren, die alle Flughäfen der Welt miteinander verbinden. Man muss sich das wie ein Knäuel aus Makkaroni vorstellen. Durch diese Makkaroni werden die Koffer katapultiert. Mit etwas Glück kommen sie dann dort heraus, wo sie heraus kommen sollen.

Kurz vor Würzburg, das Flugzeug hatte gerade meinen Koffer in der Makkaroni da ganz unten unter uns eingeholt, sprach der erste Offizier zu uns. Oh, diese Ehre, der erste Offizier sagt uns, dass er der erste Offizier ist, dass wir nach Frankfurt fliegen, dort landen werden und dass dort irgend so ein furchtbar kaltes Wetter herrscht. Jetzt wusste ich Bescheid! Das hat er dann noch in ausländisch wiederholt. Ich vermute, dass es englisch war. Ich habe nicht zugehört. Das hatte mehrere Gründe. Der Internetentzug war sehr lang. Mein Urlaub wird klatsch-batsch mit der Landung in Frankfurt zu Ende gehen. Ich war sowieso am Schlummern. Das alles hat mich veranlasst, nicht zu überprüfen, ob er in der anderen Sprache auch dasselbe erzählt, wie auf Deutsch. Er hätte den Engländern doch etwas ganz Besonderes, vielleicht Sonnenschein in Frankfurt, versprechen können. Außerdem war es der erste Offizier. Zu einem ersten Offizier hat man Vertrauen. Beim vierten oder gar fünften Offizier hätte ich natürlich genau kontrolliert, ob alles seine Ordnung hat. Gab es auch einen Flugkapitän? Ich weiß es nicht. Der war jedenfalls stumm wie ein Fisch. Vielleicht war der früher mal Kapitän auf einem Fischerboot? Oder er hat gerade mal etwas gedöst oder mit seinem Schatz telefoniert. Wenn er im Internet gesurft hätte, das wäre ja in Anbetracht meinen internetentzugsgeschädigten Seins eine Frechheit gewesen!

Der Airport Frankfurt am Main ist riesengroß. Wie groß dieser Flughafen wirklich ist, weiß ich seit ein paar Tagen. Die Maschine landete halbwegs pünktlich. Sanft fuhr sie dann noch etwa dreimal um die Welt. „Bitte bleiben sie angeschnallt, bis die Maschine ihre endgültige Parkposition erreicht hat!“. Der Steward, der diesen Satz immer wieder in mehreren Sprachen sagen durfte, hatte zum Schluss bestimmt eine Zungenverschlingung. Da ganz hinten, dreiunddreißig Meilen hinter dem Horizont standen wir dann. Das war ungefähr auf Höhe des Mainzer Hauptbahnhofs. Da ist immer noch nicht viel los, das habe ich sofort bemerkt. Per Bus wurden wir in einer wilden Fahrt zum Empfangsgebäude gebracht.

Im Bus habe ich dann sofort mein Handy eingeschaltet. „Internet!“ schallte das Echo noch mehrmals durch meinen Kopf. Aber war das echt oder nur ein Traum? Krampfhaft habe ich überlegt, wie ich das testen könne. Ich könnte ja der etwas korpulenten, drängelnden Dame hinter mir in ihren fetten A* kneifen. Wenn ich die Ohrfeige spüre, ist alles echt. Nein, nein, so etwas geht nicht. Erstens habe ich in meiner Kindheit eine sehr gute Erziehung genossen, die so etwas grundsätzlich verbietet. Zweitens gab es da noch eine zweite Dame direkt neben mir. Mehr muss ich wohl nicht erwähnen. Und drittens, selbst wenn ich die zwei Ohrfeigen der beiden Damen schmerzhaft spüren würde, ist da immer noch die Frage, ob das Spüren der Schmerzen echt oder ein Traum ist. Kann man schmerzende Ohrfeigen träumen? Das wäre doch mal ein richtig wichtiges Forschungsthema! Ohne diese Forschungsergebnisse war das leider so ein ähnliches Problem, wie das Hühner-Ei-Problem. Ich war verzweifelt, war also doch lebendig begraben, in der eisernen Internetjungfrau und zwischen zwei Damen eingeklemmt. Die Korpulente hätte wenigstens aufhören können, zu drängeln!

Der kleine Ingenieur in mir ist ein echt pfiffiges Kerlchen. Es hat sich nicht von diesen paar internetfreien Tagen irritieren lassen. Der ist richtig hart im Nehmen! Plötzlich sagte es „Hey Alter, hör auf, zu pennen! Guck mal da!“ Und da stand er, live und und in Farbe, in voller Schönheit und Größe, der Airbus A380. Da wusste ich, ich lebe, ich bin existent. Ein A380 ist so groß, der passt in keinen Traum. Da steht ein A380 in echt, also nicht im TV oder in einem Magazin! Der Bus fuhr schnell, aber ich schaute und dachte schneller. Ehrlich, ich hätte ihn mir größer vorgestellt, etwa dreimal so groß. „Das ist doch nur die Matchbox-Version für die Sammler!“ Dann waren wir schon hinter irgendeiner Boeing abgebogen. Aber, ich habe ihn gesehen. Der kleine Ingenieur in mir hat mich dann gleich wieder in die Realität zurückgeholt! „Hey Alter, da steht noch einer!“ grölte er mitten rein in meine Gedanken. Tatsächlich, dort hinten stand noch solch ein Maschinchen.

Nachdem ich auch den zweiten 380er bewundert hatte, fiel mir ein, dass ich auf dem Hinflug nach Italien auf dem Flughafen von München einen Dreamliner gesehen hatte. Da war ich ja noch im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und des Internets. Obwohl ich Letzteres natürlich nicht gebraucht habe, um dieses Flugzeug zu identifizieren. Schließlich hatte ich ja diesen kleinen Ingenieur im Ohr. Soll ich mal ganz ehrlich sein? … Ja, ich bin mal ganz ehrlich. Der Dreamliner hat mir echt ‘nen Tick besser gefallen als der europäische Riesenbrummer. Der Dreamliner sieht schick, gar elegant aus. Er scheint etwas von Luigi Colani zu haben. Da stimmen Inhalt und Form! Wenn der auch fliegen kann … Ich meine wegen seiner Akkumulatoren, die waren eine Zeit lang mal etwas problematisch. Aber bitte, liebe Leser, sagt nicht weiter, dass ich den Amerikaner schöner als den Europäer finde!

Zwischendurch habe ich mit meinem Smarty mal meine Mailbox gecheckt. Die war voll bis obenhin! Aber damit hatte ich insgeheim gerechnet. Mich quälte jetzt die Frage, ob zwischen all diesen WordPress-Mails auch eine andere Mail versteckt ist.

Den Jackpot hatte ich neulich ja ganz knapp verpasst. Würde ich wenigstens jetzt mal Glück haben und meinen Koffer ohne allzu große Warterei aus dem Untergrund wieder zu Gesicht bekommen? „Pech im Spiel, Glück in der Liebe!“, sagt man. Und ich liebte die dreckige Wäsche in meinem Koffer ein wenig. Wir hatten eine schöne, gemeinsame Zeit in Italien. Das Warten auf den Koffer am Band ist immer der spannendste Moment eines Fluges. Runter kommt so ein Flieger immer, zumindest wenn er hochgekommen ist. Aber der Koffer, das ist so ein ganz spezieller Fall. Ich hatte Glück. Nach einer Viertelstunde setzte sich das Band wie von Geisterhand gestartet in Bewegung. Weitere fünf Minuten später kam mein Koffer aus dem Makkaronilabyrinth wieder zum Vorschein. So schnell habe ich meinen Koffer nie zurückbekommen. Wahrscheinlich hat die lange Busfahrt von Mainz bis zum Koffertransportband dem Koffer die nötige Zeitreserve verschafft. Oder war die Makkaroni innen frisch mit Ketchup geschmiert, sodass es diesmal besonders schnell ging? Am Koffer gab es keine Spuren davon.

Mist! Mein Urlaub ist vorbei.

Ich habe Hunger. Makkaroni mit Tomatensoße, das wäre es jetzt!

Ich und das Internet, das Internet und ich – wir hatten uns wieder! Blieb noch die Frage, ob mein Thunderbird mit den vielen EMails klarkommt. Zu Hause habe ich mein Notebook natürlich sofort eingeschaltet und den Donnervogel gestartet. Er hat seinem Namen alle Ehre gemacht. Ruckzuck, keine zwanzig Sekunden hat es gedauert und alle Mails waren dorthin sortiert, wo sie hingehören. Übrig geblieben sind im Posteingang nur die Nachrichten meiner Freunde, Bekannten, Rechnungen und ein paar abonnierte Newsletter. Es gibt Dinge, die müssten nun wirklich nicht sein! Wer braucht schon Rechnungen?

Die Bilder aus Italien werden nun sortiert, aufgehübscht, beschnitten und bestaunt. Dann suche ich die Schönsten aus, schreibe ein paar oder mehrere paar nette Worte dazu und dann landen sie hier im Blog.

Die wichtigste Erkenntnis ist, trotz aller literarischen Übertreibungen, die Feststellung, dass man ohne Internet überleben kann. Zumindest klappt das zwei Wochen lang. Wie lang war eigentlich die Zeit zwischen dem Urknall und der Erfindung des Internets? Wie konnten die Urmenschen überleben?