Schlagwörter

, , ,

Der Zirkus kommt

Der Zirkus kommt

Es gibt große und kleine Zirkusse. Dieser hier gehört eher zu den etwas kleineren Veranstaltungen. Ich mag Zirkus. Besonders gefallen mir akrobatische, künstlerische Nummern. Tiernummern, naja. Wenn die Tiere gepflegt sind, mag es gehen. Aber sind sie auch vernünftig untergebracht, werden sie gut versorgt? Bekommt ihnen die ewige Reiserei? Clowns sind meistens total albern, oft peinlich. Aber wenn die Kinder drüber lachen, finde ich das okay.

So könnte es funktionieren. Die Crew besteht aus Mutter, Vater und drei Kinder. Zwei Helfer werden an jedem Auftrittsort für wenig Geld als Helfer angeheuert. Sie ist die Chefin. Sie muss den Kartenverkauf managen und den ganzen Schriftkram organisieren. In der Pause verkauft sie Eis, Limonade und Luftballons. Er baut zusammen mit den Helfern auf und ab, macht die Buchhaltung und fährt immer zum nächsten Auftrittsort, die Plakate aufstellen. Außerdem präsentiert er die Hunde- und Eseldressur. Der Esel hat immer Hunger. Töchterchen zeigt eine Akrobatiknummer, jongliert drei Bälle, die andauernd herunterkullern und führt die Hühnerdressur vor. Der große Sohn bedient die Scheinwerfer und den CD-Player. Des Weiteren baut er seit Jahren eine Zaubernummer auf. Im nächsten Jahr, spätestens in zwei oder drei Jahren ist sie auftrittsreif, bestimmt. Der Jüngste spielt den Clown. Dafür hat er, seit er krabbeln kann, Talent. Das Publikum klatscht sogar manchmal. Es ist aber eher Mitleid, als Begeisterung.

Die schwersten Jahreszeiten für den Zirkus sind Frühling, Sommer Herbst und Winter. Im Sommer ist es im Zirkuszelt unerträglich heiß. Wenn es draußen kälter ist, frieren die Zuschauer. Im Winter läuft nichts. Da wird nicht nur das Futter für die Tiere knapp.

So stelle ich mir diese Minizirkusse vor. Ist da etwas dran? Oder irre ich mich?