Schlagwörter

, , ,

Stromleitung

Stromleitung

Wenn an der Nordsee und in McPomm der Herbststurm bläst, rotieren die Windräder dort oben um die Wette. Die Atome in den deutschen Atomkraftwerken bekommen es wegen dieser Konkurrenz mit der Angst zu tun. Es ist pure Existenzangst. Von unseren Politikern können sie keine Hilfe erwarten. Angstvoll haben die nach Fukushima den Atomausstieg beschlossen. Nein, es war nicht die Furcht vor den Atomen, es war reines Fracksausen vor dem Wahlvolk. Schnell und unter dem euphorischen Beifall der Grünen werden massenhaft Windkrafträder aufgestellt. Wenn der Herbststurm tobt, langsam aber sicher zum Orkan anwächst, hindert sie nur ein massives Fundament am Davonfliegen. Außerdem sind die Windräder mit einem Kabel angebunden. Durch dieses Leitung fließt der windige Strom in die weite deutsche Welt. Es gibt jedoch noch ein Problem. Eine Stromtrasse, die von Norden nach Süden führt, ist erst im Bau. Diese Trasse wird unter anderem über die Gipfel des Thüringer Waldes führen. Das hat zu jahrelangen Diskussionen über den Verlauf der Strecke und damit zu großen Verzögerungen geführt. Aber jetzt wird gebaut. Es geht schnell voran. Nun verschandeln nicht nur die Massen an Windrädern, sondern auch eine breite Stromtrasse die Landschaft. Aber „Wat mut, dat mut!“, sagt der Nordmann. Die Südmänner und –frauen benötigen die Energie. Ohne diese Stromleitung stapelt sich der Strom im Norden. Und das würde erst einmal komisch aussehen!

Die abgebildete Stromtrasse verläuft südlich von Erfurt, nahe der Autobahn A4 und biegt hier gen Süden ab. Über eine weite Strecke läuft sie relativ parallel zur A71, um dann den Thüringer Wald zu überqueren. Die Autos fahren dagegen unter den Bergen durch lange Tunnel hindurch.

Stellenweise erscheint die Trasse wie ein chaotisches Spinnennetz. Die Leitungen,  vierfach ausgelegt, strahlen in der Herbstsonne.