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Dickes Ding

Dickes Ding

Wenn man viel herumkommt, lernt man die tollsten Dinge kennen. In Italien ist mir dieser Kahn vor die Linse geraten. Das ist eine Fähre, die Laster zwischen Griechenland und Venedig transportiert. Abgesehen von der Größe, obwohl es sich eher um eine kleine Autofähre handelt, ist das Schiff ganz unspektakulär. Auch bei Landratten klappt die Kinnlade nach spätestens zehn Minuten wieder zu und sie widmen ihre Aufmerksamkeit anderen Phänomenen dieser Welt.

Bisher war mir so ein Frachter immer ein wenig fremd. Er schippert völlig unpersönlich über die unermesslich weiten Weltmeere. Er ist ein reiner Gebrauchsgegenstand, ein recht großer noch dazu. Da er weder in Wohnzimmer oder Küche noch in der Garage Platz findet, ist das Interesse beschränkt. Selbst als Hausboot für ein verlängertes Wochenende auf dem Meer ist er eher unbrauchbar. Der Service könnte besser sein! Und dann der unglaubliche Spritverbrauch!

Bei diesem Kahn ist mir etwas ganz Besonderes aufgefallen. Er hat regelrecht menschliche Züge. Ja, etliche Menschen wuseln hin und her. Fette Brummer verlassen seinen Bauch. Tonnenweise leckeren Feta-Käse hatte einer geladen. In langer Schlange warten schon andere Brummis, um endlich hinein brummen zu dürfen. Das ist es nicht, was so Spezielles daran ist.

Dickes Ding

Dickes Ding

Ich weiß jetzt, dass der Kahn ein Junge ist. Und was für einer! Das haut den kräftigsten Kerl vor Neid aufs Parkett. Nur, wenn das Ding immer im kalten Wasser steckt? Nagt dann nicht der Rost an ihm? Was macht der Kahn eigentlich mit diesem dicken Ding? Gibt es auch Kähninnen?

Kleiner Kerl mit dicker Ladung

Kleiner Kerl mit dicker Ladung

Und dann, mitten auf dem Ozean, bei Windstärke sechs und rhythmischem Wellenspiel … Ich traue mich gar nicht, nach Details zu fragen. Es gibt in Venedig auch kleine Kähne.