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Windrad

Windrad

Früher war ich total begeistert, wenn irgendwo ein Windrad stand. Damals gab es nur ganz wenige davon. Der kleine Ingenieur in mir hat Freudensprünge gemacht. Strom erzeugen, ohne die Umwelt zu belasten, keine Abgase, … Das fanden wir beide fantastisch. Im Prinzip ist es heute nicht anders. Aber der Preis, die Landschaft mit diesen Strommühlen zu übersäen, ist hoch. Egal, wohin man schaut, überall sieht man diese Dinger. Ein schönes Land wird zum Wald aus langweiligen Betontürmen mit Flügeln. Die schiere Anzahl macht sie hässlich.

Windräder beinhalten hohes Streitpotenzial. Wer möchte solch ein Drehding in seiner Nähe stehen haben? Niemand. Diejenigen, die sie aufstellen, die viel Kohle investieren, hoffen, schnell in die Gewinnzone zu kommen. Wir alle löhnen dafür. Klar, der technische Fortschritt kostet immer Geld. Aber wir haben schon die Atomkraftwerke finanziert, bezahlen nun den Jahrzehnte dauernden Abriss, die Jahrmillionen andauernde Endlagerung der atomaren Abfälle und nun die EEG-Pauschale. Irgendwie fehlt hier die Vision. Ich meine eine umweltgerechte, zukunftsträchtige, technische Utopie nicht die Gier nach den Moneten.

Wie viel Energie muss eingesetzt werden, die Windräder herzustellen? Beton braucht zur Herstellung massig Energie. Ebenso der Stahl, der darin enthalten ist. Aluminium und Kupfer wachsen auch nicht auf dem Acker wie Unkraut. Da steckt sehr viel Energie drin! Der Transport, das Aufstellen der Windkraftanlagen, die Kabel zur Übertragung des erzeugten Stroms, … Wie lange muss solch ein Windrad leiern, bis es soviel Energie produziert hat, wie aufgewendet wurde, bis es das erste kleine Milliwatt ins Stromnetz eingespeist hat? Schafft ein Windrad das überhaupt?

Statt der vielen kleinen Kraftwerke, die unser Land verschandeln, sollten doch lieber durch große, effektive Kraftwerke aufgestellt werden. Es gibt genügend Orte, an denen der Wind wirklich so richtig pfeift. Offshore heißt das Zauberwort. Aber irgendwie funktioniert das in unserem Land nicht so richtig. Es wird auch zu wenig Energie dafür aufgewendet, Energie zu sparen. Der kleine Ingenieur in mir geht mit gutem Beispiel voran. Er zieht sich in der kalten Jahreszeit eine dicke Strickjacke über. Da brauche ich mir keine Gedanken darüber zu machen, wie ich mein Oberstübchen, wo er wohnt, temperieren kann oder muss. Eine hübsche, wollen und vor allem warme Pudelmütze tut ihr Übriges.

Was passiert eigentlich bei Flaute? Gehen dann die Lichter aus oder werden die abgeschalteten Atomkraftwerke wieder hochgefahren? Wir sollten sicherheitshalber Batterien hamstern. Aber umweltpolitisch sind Batterien auch alles andere als gut. Akkus sind wenigstens wiederverwendbar. Besser wären beispielsweise genügend Pumpspeicherwerke.