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Geschafft! Weihnachten ist mal wieder abgehakt. Jetzt ist Resteessen angesagt. Der Rest vom Jahr muss auch noch klein gemacht werden. Nichts leichter als das. Die Rhön, die Burg Fürsteneck und mein Kumpel Hugo rufen mich. Wenn die sich melden, gibt es kein Halten mehr. Heute Nachmittag geht es los.

Ich bin wirklich gespannt, was sich Hugo diesmal wieder einfallen lässt. Er ist ja bekanntlich für jeden Schabernack zu haben. Hoffentlich wird er nicht übermütig. Sobald er mich erblickt, fällt ihm sofort der größte Blödsinn ein. Da kann ich mich noch so gut drauf einstellen. Irgendwie gelingt es ihm immer, mir einen ordentlichen Schrecken zur Begrüßung einzujagen. Das Dumme ist, man sieht den Kerl nicht. Und da selbst die dicken Wände der Burg für ihn kein Hindernis sind, ist er garantiert schon da, bevor ich die Tür geöffnet habe. Er könnte ja mal bei Petrus vorsprechen und eine Portion Schnee ordern. Zehn Zentimeter Schnee flächendeckend, knapp unter null Grad, Sonnenschein und ein paar kleine, niedliche Wölkchen wären fototechnisch einfach ideal. Raureif ist auch nicht schlecht. Mehr Wünsche habe ich wettertechnisch nicht. Ich bin ein bescheidener Mensch!

Bis Neujahr heißt es fotografieren, was das Zeug hält. Zumindest jeden Tag ein paar Stunden lang die wundervolle Luft der hessischen Rhön um die Ohren, den Knipsfinger und die Kamera wehen lassen. Zwischendurch genieße ich die Takte afrikanischer Trommler, die Melodien konventioneller Musiker, die Improvisationskünste schauspielernder Burgbewohner und die schönen Gemälde einer Horde bekleckster Malakrobaten und -innen. Vollpension ist inklusive. Es geht rund auf der Burg. Hugo und ich sind mittendrin.

Diese Tage werden die Bewährungsprobe für meine neue Kamera. Ich muss noch viel lernen, wie sie funktioniert. Vor allem fehlen mir die Sicherheit und Routine bei der Bedienung. Der Umstieg von canons 350D auf die 70D ist eine gewisse Herausforderung. „Wie stelle ich die Belichtungskorrektur ein?“ Dies und anderes habe ich mich schon etliche Male gefragt und mein Kamerahandbuch schnell mal zu Rate gezogen. Wie soll man sich das nur alles merken? Aber ich habe Trick siebzehn parat, einen kleinen Spickzettel. Das Schönste an diesem Gerät ist der Klappmonitor, auch ‚Alte-Herren-Linse‘ genannt. Die allgemeine Stolpergefahr nimmt drastisch ab. Jetzt liege ich nur noch halb so oft auf dem Erdboden herum. Die Kamera hat so viele Funktionen, es ist einfach unglaublich. Meine Lieblingsprogramme A (Zeitautomatik) und M (manuell) finde ich schon auf Anhieb! Aber 25 MByte pro Bild ist echt happig! Daran muss ich mich erst noch gewöhnen.