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Weihnachtsstern

Weihnachtsstern

In zwei Monaten steht er wieder vor der Tür. Er gönnt sich keine Ruhe, ist pünktlich, wie der Weihnachtsmann. Er ist der Weihnachtsmann!

Jetzt geht der Stress von vorne los, wie jedes Jahr. Nein, Pfefferkuchen aus der Augustlieferung im Supermarkt habe ich noch nicht gekauft. Wer tut so etwas? Irgendwer muss doch so verfressen sein. Nur als Dekoration werden die Regale garantiert nicht mit den weihnachtlichen Schokoteilchen gefüllt! Bestimmt gibt es Tausende, die seit Ostern darauf gieren, dass es endlich Pfefferkuchen zu kaufen gibt. Dann rennen sie ganz heimlich, die Mütze tief ins Gesicht gezogen, von Supermarkt zu Supermarkt und kaufen alle Sonderangebote weihnachtlicher Naschereien auf. Hinterher klagen sie über Bauchweh, verbringen Nächte auf dem Klo und schwören, nie wieder Schokolade anzuschauen, geschweige denn ein Stückchen zu essen. Wenn es ihnen auch nur einen Hauch besser geht, verputzen sie das nächste Kilo!

Das Fest der Freude – Weihnachten – ist das Fest des Stresses, des schlechten Gewissens, des großen Fressens.

Mein Wunschzettel

Mein Wunschzettel

Was soll man schenken? Das ist die große Frage. Bei Kindern ist der Wunschzettel meterlang. Bei Jugendlichen kürzer, dafür kostenintensiver. Und bei der älteren Generation? Wenn mir etwas gefällt, etwas was mir tatsächlich besitzenswert erscheint, dann kaufe ich es mir. Da warte ich nicht bis Dezember, um es mir dann schenken zu lassen. Klug beraten ist, wer sich hier gedulden kann und mal so ganz nebenbei sagt
„Ach das da, das würde mir schon gefallen.“ Frauen haben dafür meistens ein Gespür. Sie merken sich so etwas. Bei Männern ist es problematischer. Die kapieren selten, dass es sich hier um einen Weihnachtswunsch handelt, dass sie sich diesen Tipp merken sollten. Und dann grübeln sie am 23. Dezember, was sie schenken könnten, rennen am Heiligen Abend schon früh morgens los, irgendeines dieser höllisch teuren Parfüms zu kaufen. Das ist garantiert das Falsche, aber der Name des Richtigen ist dem großen Vergessen anheimgefallen. Wenn man das Zeug iFüm, iPar, iMief, iDuft, iPipi oder iParfümAir nennen würde, dann könnte man sich das wenigstens merken, dann wüsste man, wo es das inkl. Zweijahresvertrag zu kaufen gibt. Alleine das ‚ei‘ garantiert Qualität. Was für welche ist doch schnuppe! Und wenn es etwas mehr sein soll, für die Dame des Herzens, dann kaufen wir es iMer-weise.

Besser ist es, einfach eine Mail zu schicken und eine klare Ansage zu machen. Das kapiert auch ein Mann. Er wird die Mail sicherheitshalber archivieren, sodass er sie vor dem Fest garantiert vergisst. Es gibt auch noch die Variante, sich etwas zu kaufen und es dann dem Schenker in die Hand zu drücken,
„Falls dir nichts einfällt, was du mir schenken kannst, hier ist etwas, worüber ich mich riesig freuen würde. Ich habe auch schon vergessen, was du mir schenkst!“ Ist das nicht genial! So ein Geschenk kommt dann richtig von Herzen!

Jetzt wird es langsam Zeit, den Weihnachtsschmuck aus der großen Kiste im Keller heraus zu kramen. Und weil es so schön ist, weil es gerade im Angebot ist, weil die Nachbarin, die Kollegin und die doofe Zicke aus dem Sportverein, die immer prahlt, in den letzten zwei Wochen zweiunddreißig Gramm abgenommen zu haben, sich das auch besorgten, rennen wir in die Stadt und kehren mit einem dreiviertel Zentner Weihnachtskitsch heim. Eigentlich gefällt der gar nicht, aber man muss mit der Zeit gehen, dem Trend folgen, die Außenseiterposition aufgeben. Den Familienstreit wegen der unnötigen Geldverschwendung kontern wir gekonnt mit dem Hinweis darauf, dass wir dem schlechten Kaufindex der Deutschen ein wenig auf die Beine helfen wollten. Das Wirtschaftswachstum muss beflügelt werden!

Vorfreude

Vorfreude

Warm anziehen

Warm anziehen

Die Entzugserscheinungen vom Weihnachtsmarkt wachsen gefährlich an. Es ist so kalt, dass ein versüßter Punsch aus schlecht ausgewaschenen Bechern mit Weihnachtsmotiv die Blutzirkulation antreiben könnte. Und eine neue Pudelmütze ist auch mal wieder fällig! Die drei Exemplare vom letzten Jahr sind inzwischen völlig unmodern. So kann ich doch wirklich nicht mehr herumrennen!

Für den Weihnachtsbaum ist es eigentlich noch etwas zu früh. Aber ein Eintrag im Kalender sollte er uns jetzt wert sein. Nichts wäre peinlicher, als am 24.12. nachmittags auf Knien vor dem Weihnachtbaumverkäufer herumzurutschen und ihn, um die letzte Krücke anzuflehen. Besonders clevere Menschen beugen vor, haben im Januar den Baum vom letzten Jahr eingefroren. Eine Anleitung ist hier zu finden.

Tipp am Rande vom Experten:
Lasst euch Zeit mit dem Besorgen der Geschenke. Am letzten verkaufsoffenen Sonntag vor Weihnachten, wenn alle in die Kaufhäuser drängen, macht das Einkaufen besonders viel Spaß! Die weiblichen Nervenzellen laufen zur Höchstform auf! Sie fühlen sich, als wären sie im Wellnesshotel*******. Männliche Nervenzellen sterben spontan und unwiederbringlich ab.