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Ein verlängertes Wochenende mit vier freien Tagen in Folge, das bedeutet viermal ausschlafen, statt kurz nach sieben ins Büro zu hetzen.

Montagfrüh, die freien Tage sind abgehakt, träume ich von Blutorangen. Ich mag sie eigentlich nicht. Schließlich esse ich ja auch kein rohes, blutiges Fleisch! Doch im Traum schäle sie trotzdem. Bestimmt sollen sie einen Obstsalat schmücken. Solch irre Träume plagen mich. Ist das die Vorahnung auf bevorstehendes Ungemach am Montag? Naserümpfend und total verschlafen drehe ich mich in meinem Bett auf die andere Seite. Meine Blickrichtung zielt auf den Wecker, dieses Folterinstrument. Kann man bei geschlossenen Augen eigentlich von Blickrichtung sprechen? Und genau in diesem Moment fordert mein Wecker, eins auf den Deckel zu bekommen. Zielsicher schwingt sich mein rechter Arm in Richtung dieses Quengelgeists und beendet das Klingelmartyrium.

Ist es nicht verrückt, genau eine Sekunde vor dem Klingeln des Weckers aufzuwachen, sich in Position zu legen um dieses dann kurzerhand und in Sekundenbruchteilen beenden zu können! Das liegt garantiert an den Blutorangen. Und das passiert, nachdem ich vier Tage erfolgreich das Ausschlafen geübt hatte. Ich bin ein Held, ein doppelter sogar. Ich ertrage die Qualen des Traums und besiege ein Klingelmonster. Das tapfere Schneiderlein ist ein Schwächling gegen mich!

Der Wecker hat nun 5 Minuten Zeit, bis er erneut nervt. Prompt geht mir der Gedanke an dieses Blutorangen-Paradoxon durch den Kopf. Ich muss es unbedingt notieren, damit die Menschheit davon erfahren kann. Also, nichts wie raus, aus den Federn. Der Grundriss des Textes steht, bevor ich zur Arbeit flitze und die deutsche Wirtschaft vorwärtsbringe.