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Am Silvesterabend war ich zum kulturellen Jahresausklang zu einem Liederabend im Erfurter Opernhaus. Genauer gesagt, fand der auf der Studiobühne statt. Alice Eßer aus Aachen, wohnhaft in Kölle am Rhein sang Lieder von Trude Herr, sowie Lieder anderer Interpreten, wie Zara Leander & Co.

Ich hatte es neulich schon einmal erwähnt. Wenn ich mir für mein sauer erarbeitetes Geld eine Karte für ein Konzert kaufe, dann möchte ich unterhalten werden. Die Künstler heutzutage sind häufig ein wenig dusselig und kapieren das nicht. Statt dessen soll das Publikum mitmachen oder sich verarschen lassen. Zum Glück saß ich hinten, hatte den Überblick und blieb vom Besuch der Lady, die das Programm veranstaltete, verschont. Zwei der armen Gäste mussten die Dame aus Dank dafür, dass sie ganz persönlich besungen wurden, sogar auf die Wange küssen.

Von diesen Vorkommnissen abgesehen, fand ich den Liederabend ganz gut. Die Künstlerin kann gut singen, wirklich. Vielleicht hatte sie sich mit zwei Vorstellungen an einem Abend stimmlich etwas verhoben. Beim Singen hat man das nicht gemerkt, aber sie hat relativ viel gequatscht. Da kam das eine oder andere Hüsteln durch. Na mir ist es egal, wenn sie am Neujahrsmorgen total heiser erwacht und krächzt wie Horst Seehofer beim siebzehnten Dementi.