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Heine Denkmal

Heine Denkmal

Der Künstler Georg Kolbe (1877 – 1947) schuf 1910 – 1913 die Bronzeplastik „Heinrich Heine“.

Dieses Denkmal stellt nicht Heine selbst dar. Es verkörpert eher seine Poesie. Zwei große, sich tänzerisch bewegende Bronzefiguren stehen auf einem Betonsockel: Ein nackter Jüngling und eine Frau, die zu seinen Füßen sitzt, sich stolz abwendet. Es ist eine dynamische Pose mit einer eleganten Leichtigkeit, wie sie auch in Heines Werken zu finden ist.

1933 wurde das Werk vom Sockel gestürzt und entfernt. Es stand in einer Ecke des Städels und trug den Namen „Frühlingslied“. Die Bombenangriffe auf Frankfurt im 2. Weltkrieg hat es unbeschädigt überstanden und konnte am 14. Dezember 1947 zu Heines 150. Geburtstag am heutigen Platz in der Taunusanlage wieder aufgestellt werden. Der damalige Oberbürgermeister Walter Kolb (1902-1956) sagte in Erinnerung an die Geschichte des Denkmals, es symbolisiere „den Geist deutscher Demokratie und beschwöre internationaler Verständigung“.

Heine eben – so ist er!

Das Foto beweist, wie das Denkmal angenommen wird. Die bunte Krawatte symbolisiert einfach: Er lebt mit uns. Besonders schön ist, dass es kein einfaches Heine-Portrait ist. Er hätte es verdient, aber die Reflexion seiner Werke in diesen zwei Figuren wird ihm viel mehr gerecht. Das Denkmal lebt, spricht und spielt mit uns, zeigt uns den Weg.