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Wand 1

Wand 1

Bilder und Kurzgeschichten in der „Waschbar Rüsselsheim“

„Ohne Chefs wäre die Überbevölkerung längst in unserem Land angekommen.“ Den Grund erfuhren einige Literaturinteressierte bei einer Lesung und Vernissage am 6. Oktober in der „Waschbar Rüsselsheim“.

Extra für eine Veranstaltung in der „Waschbar Rüsselsheim“ schrieb ich eine Geschichte, welche in Rüsselsheim, teilweise auch direkt in der Waschbar spielt. Es ist eine spannende Herausforderung, Geschichten an ungewöhnlichen Orten zu lesen und Texte speziell dafür zu schreiben. In meinen Lesungen gebe ich Rätsel auf. Deren Lösung entblättert sich oft auf überraschende Art und Weise nach den wunderlichsten Verstrickungen.

Wand 2

Wand 2

Diese Lesung war der Auftakt einer Bilderausstellung in ebendieser Waschbar. Neben dem Schreiben male ich farbenfrohe Pastellbilder. Es sind Fantasiefiguren, aber auch Alltagsmotive wie ein lustiger, isländischer Papageitaucher oder der Dom meiner Heimatstadt Erfurt.

Meine Geschichten sind manchmal skurril, etwas ironisch und mit einer Prise Sarkasmus gewürzt. Sie spielen in der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Ich schreibe über den Alltag, die Liebe, Krimis und Kindergeschichten. Für die kleinen Zappelphilippe würze ich die Lesungen mit kleinen Zaubertricks.

Angebote

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Die Waschbar-Geschichte beschäftigt sich mit Alltagsproblemen der besonderen Art. Als Protagonisten treten auf: eine pubertierenden Tochter, ein Sohn mit Bauchweh, ein Hund, eine Frau, die keine Hand dort spüren möchte, wo sie diese spürt und ein Ehemann, der einen Staubsauger einfängt. Verquickungen gibt es mit einem neuen Teppich, „riechendem“ Dreck, keinem Mord, einer Polizeieskorte durch Rüsselsheim und der neugierigen Nachbarin. Das alles ist Garant für nervenaufregende Erlebnisse von Familie Wild aus Rüsselsheim.

Ein besonderes Schmankerl war die Geschichte „Die Supernova“. Unerwartet müssen die beiden Protagonisten einen Ort teilen, der vielleicht fünf Quadratmeter groß ist. Sie erleben eine Supernova, träumen davon, Multimillionäre zu werden und sind nach wenigen Stunden ein Liebespaar. Mit dieser Geschichte gehöre ich zu den Siegern beim diesjährigen Literaturwettbewerb „Erfurter Federlesen“.

Weil die Gäste Spaß hatten, durfte ich einen Text als Zugabe vortragen. Es war eine niegelnagelneue Geschichte, die erst wenige Tage zuvor bei einem Schreibworkshop entstanden war. Es geht darin um einen Mord, der keiner war.

Die Waschbar Rüsselsheim ist kein gewöhnlicher Waschsalon. Wie der Name ahnen lässt, können Besucher hier bei einem Imbiss und frischen Getränken chillen. Nebenbei dreht die Wäsche Runden in Waschmaschine und Trockner. Regelmäßig ruhen die Maschinen, währen in den Räumen Kleinkunst geboten wird. Musiker oder Autoren unterhalten das Publikum.

Am 24. November findet um 19 Uhr die Finnisage der Bilderausstellung, natürlich wieder zusammen mit einer Lesung statt. Auch bei dieser Veranstaltung lese ich wieder eine Geschichte, die in Rüsselsheim und in der Waschbar spielt. Es ist ein Krimi, das perfekte Verbrechen, so denken die Täter. Es fließt Blut, die Polizei tappt im Dunklen, ein kleiner Junge überführt den Täter und seine Komplizin bleibt auf der Flucht.

Vielleicht gibt es einen Gast, eine junge Autorin. Sie liest eine Szene aus ihrem bisher unveröffentlichten Buch. Es wird spannend und ich freue mich darauf.