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Kraniche

Kraniche

Kraniche erreichen eine Größe von bis zu 1,3 m Höhe und sind somit größer als Grau- und Silberreiher und Storch. Ihre Flügelspanne beträgt über 2 m, sie erreichen ein Gewicht zwischen 5 und 7 kg und können bis zu 25 Jahre alt werden. Beim Fliegen streckt der Kranich seinen langen Hals gerade nach vorn, die Beine weit nach hinten, so dass sich eine stromlinienartige Form ergibt. Sie bevorzugen den Flug in Keilform, der energiesparend ist.

Kraniche werden ab dem dritten Lebensjahr geschlechtsreif. Doch die Brut beginnt frühestens im 4 Lebensjahr. Sie leben monogam.

Kraniche sind Allesfresser. Ihr Nahrungsspektrum umfasst Kleinsäuger, Reptilien, Fische, Frösche, Schnecken und Würmer, Insekten und deren Larven sowie Mais- und Getreide, Beeren, Eicheln, Gemüse und Kartoffeln oder Pflanzenteile.

Im Spätsommer suchen die heimischen Brutpaare Sammelplätzen auf. Später kommen die Kraniche aus dem Norden und Osten hinzu.

In der zweiten Septemberhälfte steigt die Zahl der bei uns rastenden Kraniche drastisch an. Zehntausende kommen bei günstigem Wind aus Schweden über die Ostsee geflogen und machen vor allem im Norden Mecklenburg-Vorpommerns Rast. Sie suchen Schlafgewässer mit etwa 20-30 cm Wassertiefe in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen auf. Jeden Morgen fliegen sie auf umliegende abgeerntete Felder und fressen sich einen Energievorrat für den Weiterflug in Richtung Spanien an.

Beliebte Rastplätze der Kraniche liegen im Barther Bodden, beispielsweise auf der Insel Kirr, nördlich von Zingst auf dem Darß. In diesem Jahr zählten Ornithologen bis zu 17.000 Tiere die dort im flachen Wasser stehend übernachteten. Am Tage konnte man sie auf den Feldern in der Umgebung von Barth beobachten. Die hier gezeigten Bilder entstanden am 19. Oktober in der Nähe der Ortschaft Zipke zwischen Barth und Barhöft. Kraniche sind sehr scheu. Ihre Fluchtdistanz beträgt etwa 300 m. Deshalb musste aus einem Gebüsch heraus fotografiert werden. Die kleineren Tiere mit ins bräunliche gehendem Federkleid sind Jungtiere.

Inzwischen haben sich die allermeisten Kraniche auf den Weiterflug in den Süden gemacht.