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Universum - (c) pixabay.com

Universum – (c) pixabay.com

Wir schreiben das Jahr 13,8 Mrd. Jahre vor Chr. Das Universum ist ein Punkt. Kein Punkt, ein Nichts mit allem darin, mit dir, mit mir, der Menschheit, den Planeten, der Sonne, unserer Galaxis, vielen Universen. Nur die Zeit fehlt. Für die gibt es keinen Platz im Nichts. Ohne Zeit, keine Geschwindigkeit, ohne Geschwindigkeit erreicht das Licht nie den Rand des volumenlosen Nichts. Es war die Zelle, die aus dem Nichts das Alles gebar. In diesem Moment durchbrach das Licht die Zeit und der Urknall entlud sich im Raum. Der spaltete sich dabei in unendlich viele Teile und jedes davon wurde ein Universum. Und weil erst jetzt die Zeit anfing, gibt es kein „Vorher“.

Nur 300 Millionen Jahre später, quasi am Tag darauf, entstanden in unserem Teil der Welt, in unserem Universum, aus Netzen glühender Materie, Klumpen und erste Sterne. Diese verbanden sich im Laufe von Milliarden Jahren zu Galaxien, fegten damit den Raum leer, sendeten ihr Licht in die Ferne. Immer wieder starben Sonnen, ganze Galaxien, wurden gefressen von hungrigen, riesige Teile des Universums mit ihren unglaublichen Gravitationskräften beherrschenden, schwarzen Löchern.

Heute misst unser Teil der Welt, unser Universum knapp 28 Milliarden Lichtjahre im Durchmesser. Das sind schlappe 260.000.000.000.000.000.000.000 Kilometer, also von hieraus bis an den Rand des Universums und wieder zurück. Es wird in jedem Moment größer, kälter und dünner. Irgendwann wird es zu einer wabernden Suppe Nichts. Dieses Nichts sind die unendlich vielen schwarzen Löcher, welche die Materie gefressen haben. Die sind nun so fett, dass sie platzen. Doch das Universum ist riesengroß, da fallen die Ausscheidungen von unendlich vielen schwarzen Löchern nicht ins Gewicht. Es fällt in sich zusammen oder vereint sich mit den Nachbaruniversen zu einem großen Etwas. Das füllt dann sämtliche Zwischenräume bis an sein neues Ende aus.

Schließlich in Milliarden,  Milliarden,  Milliarden,  Milliarden,  Milliarden,  Milliarden,  Milliarden,  Milliarden,  Milliarden und noch mehr Jahren – wir alle, unsere Galaxis sind längst zu Sternenstaub geworden und der Sternenstaub ist nur noch der Staub einer Galaxis, zusammengequetscht in einem schwarzen Loch – wird alles wieder zu einem Nichts ohne Zeit, ohne ein „Danach“. Dieses Nichts gebiert wieder ein Alles und die Zeit rinnt davon wie Ostseesand durch die Kinderhand. Der Kreislauf setzt sich erneut in Bewegung.

Heißt es dann noch „Universum“? Die Mutter, die all das hervorbrachte, wird ihrem Kind einen neuen, wohlklingenden Namen geben. Die Mutter? Wer ist der Vater? Wer oder was gab den Anstoß dazu, dass aus dem alles enthaltenden Nichts ein Etwas, ein Alles wurde, dass die Zeit begann, dass sich das Licht aufmachte, den Weg in die Ferne zu finden?

Nur keine Panik, das dauert alles noch ein Weilchen. Und ob es so wie beschrieben kommt oder doch völlig anders wird, das erfahren wir nie. Tausende Theorien werden die Wissenschaftler beschäftigen. Da haben sie zu tun und richten keinen weiteren Schaden an. Und alles was Lichtjahre von uns entfernt ist, wird außerhalb unseres Horizonts bleiben. Bevor die Menschheit in der Lage ist, in diese Sphären vorzudringen ist ihre Zeit verronnen. Andere Wesen unter fernen Sonnen werden in ihre Fußstapfen treten. Das Universum wächst schneller als Vernunft und Erkenntnis.

2019

Ich wünsche allen meinen Lesern ein schönes, gesundes, ereignisreiches Jahr 2019!