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Weihnachten - (c) pixabay.com

Weihnachten – (c) pixabay.com

Es ist Hassliebe. Heute überwiegt der Hass.

Seit mehr als vier Stunden steht Felix hinter der Garderobe im Foyer des Theaters. Drinnen lief ein Sinfoniekonzert zur Weihnacht. Schon vor über einer Stunde verebbte der üppige Applaus. Die Gäste sind längst zu Hause angekommen, manche haben die Festgarderobe gegen T-Shirt und Schlabberhose getauscht. Alle feiern Weihnachten. Die Abrechnung ist gemacht, das Trinkgeld aufgeteilt. Die Kolleginnen sind nach Hause gegangen. Sie hatten es eilig. Am Heiligabend, da wartet die Familie, es gibt Geschenke, Leckereien und Likör. Nur Felix muss warten. Zwei Mäntel hängen in seinem Abschnitt, ein Männermantel, einer von einer Frau. Beide wahrscheinlich Mittelalter, den Gewändern nach zu urteilen. „Verarmter Adel“, denkt Felix. Die Klamotten müssten mal in die Reinigung, sie riechen nach Zigarettenrauch, die Kragen sind etwas speckig. Wo bleiben die beiden nur. „Die sind doch nicht nackig heimgegangen!“ Es stürmt, es nieselt, morgenfrüh wird es sicher glatt.

Theatergarderobe - (c) pixabay.com

Niemand wartet auf Felix. Gern übernahm er den Garderobendienst von Ulrike. Die hat zwei Kinder zu Hause und hat ihn vertreten, als er mal dringend für eine Prüfung büffeln musste. Ein zweites Mal wollte er nicht durchrasseln, ausgerechnet in Mathe. Nun sitzt er hier. Den Heftroman hat er längst durch. Nochmal von vorn anfangen? Lieber nicht, diese Schmonzette erträgt Felix nur einmal.

Tausend Gedanken wabern durch seinen Kopf. Im Dreiminutentakt schaut er auf die Armbanduhr. „Wo bleiben die nur? Sind die im Saal eingeschlafen, von den Sitzen gefallen und wurden von den Saalordnern übersehen.“ Nun müssen die da drinnen bis morgen Nachmittag ausharren. Um drei gibt es eine Märchenaufführung, Kinderprogramm. Und solange muss Felix hier warten. Oder schmeißt ihn der Nachtdienst nachher raus?

Felix friert. Die Heizung ist ausgeschaltet, es zieht. In der Weihnachtsdeko glimmt noch ein Licht. Der Weihnachtsbaum neben der Treppe zum Rang steht schief. Draußen tobt ein Unwetter. Tropfen laufen an den Fensterscheiben hinunter, so als hätten sie es eilig, so als veranstalteten sie einen Wettlauf. Viel Licht kommt von der Nachtbeleuchtung nicht. Wenigstens erhellen die Laternen auf dem Theaterplatz das Foyer, nur wenig, aber immerhin. Die Ampeln an der Kreuzung schwanken im Sturm.

Ein Tee, am besten eine ganze Kanne, täte ihm gut. Die Bar und das Theatercafé haben geschlossen, Thermoskanne und Colaflasche sind leer. Felix läuft vor der Garderobe auf und ab. Im Takt der Schritte zählt er bis 100, dann die Strecke rückwärts bis zur eins, wieder vorwärts. Diesmal soll es bis 200 gehen. „Irgendwann müssen die doch kommen! War ein Mörder im Publikum und hat sie erschossen, genau in dem Moment, als der Drummer im Orchester die großen Topfdeckel zusammenknallte?“ Felix muss lachen. „Egon Olsen ist längst gestorben. Aber der hat niemanden umgebracht, nur Millionen oder einen Goldschatz gejagt, vergebens.“

„127, 128, 129 … 156, 157.“ An der gläsernen Eingangstür pochen zwei Personen, hektisch gestikulierend, hoffend, irgendjemand wird sie einlassen. Sie in dünner Bluse und langem Rock, er in Anzug und Krawatte. „Das sind sie! Typisch, genau bei einer Primzahl klopfen die.“ Felix hat keinen Schlüssel, er lotst sie an die Seite des Theaters, öffnet von innen die Tür vom Bühneneingang und bittet sie herein.

„Haben sie extra auf uns gewartet?“, fragt der Herr. Der Zigarettenstummel in seinem Mund hat den Regen nicht glimmend überstanden. Felix empfindet Mordgelüste. Hätte doch nur ein Mörder, vorhin, während der Vorstellung, als die Kesselpauke dröhnte oder beim Klingen der Triangel, egal, Hauptsache Treffer … So eine dämliche Frage! Sie ergänzt „Pfui Deibel, ist das kalt und windig. Und es regnet immer noch.“ Ihre Frisur … Schick sieht anders aus. Man könnte meinen, sie käme direkt unter der Dusche hervor. Der Sturm hat den Rest erledigt. „Die Laufmasche an der linken Wade steht ihr.“ Felix kann manchmal richtig gemein sein, wenigstens in Gedanken. Sagen würde er so etwas nie. Aber einen Mörder darf man sich ja mal wünschen.

„Was glauben die?“, denkt Felix, „Ich warte hier doch nicht freiwillig auf den Weihnachtsmann!“ Schnell ziehen sie ihre Mäntel über und berichten nebenbei ohne ein Wort der Entschuldigung, wie schön es im Künstlercafé gegenüber war. Der Salatteller für sie und das Steak für ihn waren köstlich. „Unser Sohn spielt die zweite Tuba! Wir mussten ihm doch zu diesem fantastischen Konzert gratulieren. Und auf Weihnachten haben wir mit dem Konzertmeister auch angestoßen. Ach, ist das ein sympathischer Mensch.“ Sie eilen den Weg durch die Katakomben zurück zum Bühneneingang. Felix schließt die Tür hinter ihnen und blickt kurz hinterher. Eine Sturmbö lässt ihre Mäntel tanzen. Sie knickt mit ihren hochhackigen Pumps ungeschickt um. Felix grinst schadenfroh. „Mit solchen X-Beinen, das kann ja nicht gutgehen!“ Ein wenig humpelnd stakst sie weiter. Felix sucht seine Sachen zusammen, trägt sich in der Dienstliste aus und begibt sich ebenfalls auf den Heimweg. Er hat Zeit, niemand erwartet ihn. Dafür wartet er beinahe 20 Minuten auf die Straßenbahn. Der Sturm bläst den Regen ins Wartehäuschen. Mistwetter.

* * *

Die Tram ist fast leer. Trotzdem setzt sich Felix gegenüber einer jungen Frau, die gelangweilt aus dem Fenster schaut. Auf dem Platz neben ihr liegt eine blaue IKEA-Einkaufstüte, aus welcher der Saum eines roten Mantels herausschaut. Alles eher lieblos mit einem völlig zerzausten weißen Bart bedeckt. „Weihnachten“, wird Felix bewusst. Ihm ist nicht nach Feiern. Er hat Hunger und Durst, beschließt, sich zu Hause sofort unter die Dusche zu stellen und dann ins Bett zu kriechen. Sie merkt, dass er ihre Tasche mit den Augen inspiziert und lacht ihn ein wenig schüchtern an. Es ist eher ein gequältes Lächeln. Beinahe entschuldigend sagt sie, sie komme gerade von einer Bescherung.

Weihnachtsfrau - (c) pixabay.com

„Genaugenommen waren es zehn Bescherungen. Ich war der Weihnachtsmann.“

„Die Weihnachtsfrau“, verbessert Felix.

„Ja, aber engagiert hatten sie einen Mann. Es wollte doch niemand eine Frau.“ Die Empörung in ihrer Stimme klingt echt. „Doch als sich der echte Weihnachtsmann mit 40 Grad Fieber ins Bett legen musste, da haben sie mich angerufen und notgedrungen engagiert. ‚Wir versuchen es mal‘, haben sie gesagt.“ Die meisten fanden es ganz witzig, von einer Weihnachtsfrau besucht zu werden. Gaben großzügig Trinkgeld. Nur ein älteres Paar hätte sie beinahe rausgeworfen. Sie wollten ihrer Enkelin keine Weihnachtsfrau zumuten. „Wo gibt es denn sowas!“ Erst als das Kind zu weinen begann, sahen sie ein, dass auch eine Frau im Weihnachtsmannkostüm akzeptabel ist. Wenigstens entschuldigt haben sie sich.

„Und dann haben sie dir ein Schnäpschen angeboten.“

„Manche. ‚Bin im Dienst‘, habe ich gesagt und abgelehnt. Nur beim letzten, da habe ich einen Schnaps, einen Glühwein mit Früchten aus dem Rumtopf und zwei Eierliköre oder drei getrunken. Der hätte mich am liebsten den ganzen Abend lang abgefüllt. Seiner Frau war das furchtbar peinlich. Die dachte wohl, er macht sich an mich ran. Na ja, bei so einem alten Gockel weiß man nie, was der denkt. Sein Bart war bald so lang wie meiner. Nur oben, da glänzte die Schwarte. Ich bin fluchtartig abgehauen.“ Felix staunt. Eine Weihnachtsfrau mit so viel Stehvermögen, Schnaps, Glühwein mit Rumtopffrüchten und etliche Eierliköre. Dann fasst sie den Abend zusammen. „Und jetzt ist mir schlecht.“

„Hast du es noch weit?“ Sie blickt aus dem Fenster der Straßenbahn und versucht sich zu orientieren.

„Ziemlich, muss zur Ackerstraße.“ Felix verdreht die Augen. Was macht sie in dieser Bahn? Ist völlig falsch hier. Sie erzählt ihm, dass sie keine Lust hat, nach Haue zu fahren. Da wartet sowieso niemand auf sie.

„Bin einfach eingestiegen und drehe ein paar Runden, habe eine Monatskarte. Ob mir hier oder zu Hause schlecht ist, das ist doch egal“, und mit einem verschmitzten Zwinkern fügt sie hinzu, „Wenn ich in die Bahn kotze, muss ich‘s wenigstens nicht wegmachen … Keine Angst, es passiert nichts.“ Sie sitzen sich gegenüber, schweigen, schauen abwechselnd aus dem Fenster und sich an. An der Endhaltestelle deutet sie fragend zur Tür.

„Ich leiste dir auf den Runden durch die Stadt Gesellschaft. Da sind wir beide nicht allein. Weihnachten wäre das besonders blöd.“ Sie nickt nur, sieht blass aus. Der Alkohol ist ihr wahrlich nicht bekommen.

Nur wenige Menschen sind auf den Straßen zu sehen. Die meisten sie sitzen zu Hause, freuen sich über die Geschenke, verspeisen das Menü des Abends, bringen die protestierenden Kinder ins Bett, öffnen eine Flasche Wein oder Sekt, plaudern, schauen die siebente Wiederholung vom vorletzten Tatort an. Niemand erfreut sich an den weihnachtlich geschmückten Schaufenstern.

Langsam entspinnt sich ein Gespräch zwischen den beiden. Sie heißt Nikola, ist neu in der Stadt. Die Eltern sind mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs, die Schwester und Freundinnen leben weit weg und feiern mit ihren Familien. Sie hat den ganzen Abend als Aushilfsweihnachtsmann gearbeitet und nun fühlt sie sich schlecht, wegen des Alkohols, des Alleinseins, wegen Weihnachten.

„Sei nicht traurig, du bist nicht die Einzige, der es so geht“, tröstet Felix und denkt vor allem an sich.

Sie sind bei Runde drei angekommen. Obwohl sie nicht viel sprechen, fühlen sie sich zusammengehörig, Schicksalsgenossen eben. Nikola meint, sie müsse jetzt nach Hause, möglichst schnell.

„Noch zwei Stationen, dann fünf Minuten, wenn wir rennen, und schon sind wir bei mir zu Hause. Da kannst du auf die Toilette gehen. Ich habe Kamillentee. Und Kräuterschnaps, der schmeckt eklig wie Medizin und hilft gegen alles.“

„Wir müssen langsam laufen. Ich kann jetzt nicht rennen.“

Felix staunt. „Sie nimmt meine Einladung ohne den geringsten Widerspruch an. So schlecht fühlt sie sich? Oder bin ich ihr Typ?“

* * *

Endlich kommt Nikola in Felix‘ Wohnzimmer. Es scheint ihr etwas besser zu gehen. Ihr „Nie wieder Alkohol!“, klingt unglaubwürdig. Im Gegensatz zu ihrer Frage, „Hast du eine Kleinigkeit zu essen?“ Darauf ist Felix nicht eingerichtet. Er ist Dauergast beim Döner schräg gegenüber und beim Pizzaservice braucht er nicht einmal seine Adresse zu nennen. Er schlägt vor, eine Pizza zu bestellen.

Pizza - (c) pixabay.com

„Was magst du am liebsten?“

„Normalerweise Schinken, Schampis und Käse. Jetzt reicht mir ein Pizzabrot. Ich möchte meinen Magen nicht zu sehr reizen.“

Felix ruft in seiner Lieblingspizzeria an. Niemand meldet sich. „Es ist doch erst kurz nach elf. Die liefern mindestens bis Mitternacht“, wundert er sich.

„Heut ist Weihnachten“, gibt Nikola zu bedenken.

„Meinst du, die feiern auch?“

„Klar, so eine italienische Großfamilie feiert die ganze Nacht durch. Mamamia hat gekocht, keine Pizza gebacken. So etwas essen die nicht.“

Döner - (c) pixabay.com

„Ich probiere es mal beim Dönermann. Der kennt kein Weihnachtsfest.“ Auch hier hat Felix Pech. Nur der Anrufbeantworter erzählt, dass heute ab Nachmittag geschlossen ist. Weihnachten ist nicht gut für sein Geschäft.

Schließlich kramt Felix seine letzten Schätze heraus, eine Tafel Schokolade, eine angefangene Rolle Schokokekse und eine Tüte Gummibären.

„Ich habe noch eine Flasche Bier und eine halbe Packung H-Milch.“

„Beides suboptimal bei verdorbenem Magen.“

„Du meinst bei Kater. Katzen mögen Milch, probier’s mal.“ Sicherheitshalber riecht Felix an der Milch und verwirft seinen Vorschlag spontan. Die Milchpackung steht seit mindestens vier Wochen geöffnet im Kühlschrank. Sie entscheiden sich für Leitungswasser.

„Wasser ist etwas Solides, das trinken Tiere, Knastologen und arme Studies“, entschuldigt sich Felix.

„Hast du mal ‘ne Schere für mich?“, bittet Nikola. Während Felix zu seinem Arbeitstisch hastet, nimmt sie eine bunte Zeitschrift vom Altpapierstapel, reist die Seite mit dem Bericht aus dem Königshaus heraus, die neueste Hochzeit, Affaire, Scheidung oder Schwangerschaft. Dann faltet sie einen Stern.

„Ist schließlich Weihnachten!“ Felix sucht Nadel und Faden und befestigt den Stern an der Deckenlampe.

„Frohes Fest“, sagt sie. Es klingt etwas gequält.

„Schön, dass wir uns über den Weg gelaufen sind.“ Dann berichtet er von den verrückten Konzertbesuchern, die ihn so lange warten ließen. Er ist froh, dass die Dame sich beim Heimgehen nicht die Knöchel gebrochen hat. Er hätte Erste Hilfe leisten müssen, Nikola verpasst und hinge nun allein in seiner kleinen Bude herum.

* * *

Bequem schlief Felix in dieser Nacht nicht. Er lag auf dem durchgesessenen Chaiselongue seiner Großmutter. Das Bett in der Kammer hat er seinem Gast Nikola überlassen. Die steht nun, es ist längst Mittagszeit, wie eine Witzfigur neben Felix‘ Canapé.

„Was hältst du von Aufstehen? Es ist kurz vor zwölf.“

„Schick siehst du aus, steht dir mein Schlafanzug.“

„Mach dich ruhig lustig über mich. Das Ding ist mir übrigens mindestens drei Nummern zu groß. Wenn ich die Hose nicht festhalte …“ In Felix‘ Kopf läuft ein Film. Die Gedanken gefallen ihm.

„Los, hoch mit dir. Ich habe Knast. Wir müssen etwas zu essen besorgen. Das Bad ist frei, habe schon geduscht. Du müsstest mal das Shampoo wechseln, das riecht ziemlich komisch. Beeil dich bitte.“ Felix steht auf, fällt auf halber Strecke zurück auf seine Decke. „Mist!“, denkt er. Sie muss ja nicht gleich mitbekommen, was sich so regt, wenn ein Mann eine Frau in zu großer, kurz vor dem Abrutschen stehender Schlafanzughose sieht. Endlich dreht sie sich um, grinst dabei verdächtig, geht in die Kammer, sich anziehen. War es Absicht, dass sie ihn so lange ansah?

Nikola und Felix eilen die Straßen entlang. Wenigstens hat es aufgehört zu regnen. Der Wind hat kaum nachgelassen. Gleich in drei Gaststätten bekamen sie eine Absage. Alle Plätze sind reserviert. „Was erwarten sie am Weihnachtsfeiertag?“, wurden sie schon beim ersten Versuch abgewiesen.

„Fastfood?“, schlägt Nikola vor. Sie war es, die das vor 20 Minuten vehement abgelehnt hatte. „Weihnachten möchte ich halbwegs vernünftig essen“, hatte sie Felix belehrt. Nun sind sie sich einig, warten an der Haltestelle auf eine Straßenbahn. Am Bahnhof bekommen sie bestimmt einen Hamburger.

Hamburger - (c) pixabay.com

Sie setzen sich direkt neben den Plastikweihnachtsbaum in der Ecke. Sogar drei Lichter brennen noch. Die anderen haben das Weihnachtsfest nicht mehr leuchtend erlebt. Etliche Silberkugeln ziert Ketchup. „Vom letzten Kindergeburtstag“, vermutet Felix. Endlich halten sie etwas Essbares in der Hand. „Ich glaube, der eine Hamburger wird nicht reichen.“ Sie hat richtig Hunger. Das Abendbrot wurde ja durch die Alkoholsause von gestern Abend hinausgespült. Dann stoßen sie mit einem Becher Cola an. „Prost Weihnachten!“

„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal solch ein ödes Weihnachtsfest erleben muss.“

„Mir macht es Spaß mit Dir zu feiern. Wir haben zu essen, zu trinken, sitzen neben dem Weihnachtsbaum. Dein Geschenk bekommst du später. Hast du einen speziellen Wunsch?“ Nikola überlegt.

Shakespeare - (c) pixabay.com

„Du hast doch Beziehungen ins Theater? Demnächst ist die letzte Aufführung vom „Sturm“. Zwei Karten … Ich beteilige mich an den Kosten.“

„Draußen ist schon genug Sturm … Shakespeare? Das ist harte Kost.“

„Weder Shakespeare noch der ‚Sturm‘. Das macht Spaß.“

„Ich muss fragen“, entgegnet Felix kurz. Plötzlich überfällt ihn eine ziemliche Traurigkeit, Weihnachten, das Alleinsein, nur mit Hamburger und Cola im Magen …

„Oder magst du nicht mit mir ins Theater gehen, schick angezogen, mit einem Glas Sekt in der Pause und hinterher eine Pizza mit Schinken, Schampis und Käse und ein Glas Wein dazu, bei mir zu Hause.“

Gestern war es Hassliebe, heute Liebe im Sturm.


Fotos: (c) pixabay.com